Wie ich arbeite

„In Dir ist die Kraft, die Du brauchst. Die Geduld, die Dir zu fehlen scheint. Die Ruhe, die Du suchst. Die Ideen, die Dich weiterbringen.“

Den Menschen im Umgang mit seinem Hund zu stärken, ist der Hauptteil meiner Arbeit.

„Mein Hund zieht an der Leine“, „mein Hund bellt andere Hunde an“, „mein Hund jagt“, „mein Hund hat Angst vor lauten Geräuschen/Männern/Mülltonnen“, „mein Hund beißt Menschen/Hunde/mich“, „mein Hund kommt nicht zur Ruhe/ scheint hyperaktiv zu sein“, diese Problembeschreibung hört ein Hundetrainer relativ häufig. Doch die Gründe, die hinter jedem dieser Probleme stecken, sind unterschiedlich. Der Schlüssel zu jeder Verhaltensänderung des Hundes ist der Mensch.

Auf der einen Seite steht der Hund mit seinem Verhalten und seiner Persönlichkeit (siehe auch Artikel „Hunde, jeder eine eigene Persönlichkeit„), auf der anderen Seite der Mensch mit seiner Erwartungshaltung, seinen Emotionen, seinem Alltag und seiner Persönlichkeit. Dazwischen steht die Beziehung und Bindung der beiden. All diese Einzelheiten müssen berücksichtig werden und machen das Mensch-Hund-Team einzigartig. Pauschale Tipps oder Methoden sind hier fehl am Platz.

Um alles weitestgehend zu erfassen und die Probleme genau zu ergründen, haben sich für mich ein intensives Gespräch und/oder eine Verhaltens- bzw. Persönlichkeitsanalyse inkl. Videoaufnahme bewährt. Die Analyse hat je nach Hund und Mensch unterschiedliche Schwerpunkte. Dieser erste Termin nimmt ca. 1,5 Stunden in Anspruch.

Danach wird auf dieser Grundlage mit dem Besitzer zusammen der weitere Trainingsweg und die Trainingsmöglichkeiten besprochen. Diese Ansätze werden praktisch umgesetzt.

Ich durfte viele Trainer und die unterschiedlichsten Arbeitsweisen kennenlernen, ich habe Praktikas bei Hundetrainern gemacht, im Tierheim gearbeitet, viele Seminare und Weiterbildungen besucht und Prüfungen erfolgreich absolviert. Manches klang in der Theorie logisch und nachvollziehbar, doch konnte dem Alltag, der Praxis, nicht standhalten. Ich selbst musste meinen Weg finden und verwende mittlerweile viele verschiedene Trainingsmethoden, die sich vor allem in der Praxis bewährt haben. In eine Ecke möchte ich mich nicht drängen lassen, weil ich ohne ideologische Einfärbung auf jedes Hund-Halter Team eingehe und aus sämtlichen Trainingsmethoden wähle. Ich bin kein reiner “Positivtrainer” , kein ausschließlicher “Aversivtrainer” (arbeiten über Meideverhalten) und kein „Methodentrainer“. Ein gutes Mensch-Hundtraining ist viel mehr als das Aneinanderreihen von Methoden, es ist das Leben: 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr. Auf dieses Leben soll der Hundebesitzer gut vorbereitet sein.

Grundsätzlich vertrete ich den Standpunkt, dass Hunde ihren Menschen als verlässlichen, vertrauensvollen und richtungsgebenden Partner erleben sollten, der eine wohlwollende Führung übernimmt (siehe Artikel: Dominanz und Rudelstellung). Die Bedürfnisse des Menschen stehen im Vordergrund, die Bedürfnisse des Hundes werden beachtet. Auch ist das Thema „Grenzen setzen“ und „Verbindlichkeiten schaffen“ ein wichtiges Thema, um den Hunden je nach Bedarf Sicherheit, Orientierung und Führung zu geben. Ich empfinde das körpersprachliche Arbeiten als fairen und für den Hund verständlichen Weg. In manchen Situationen kann auch die Arbeit über Verhaltensabbrüche notwendig sein (mit anschließender Kompensation und Verstärken des vom Hund gezeigtem Alternativverhalten). Hundeerziehung ist ein fließender Prozess, der immer wieder angepasst und oft reflektiert werden muss. Ziel ist eine harmonische Einheit, in der sich Mensch und Hund wohlfühlen.

Das Lesen der Kommunikationssignale der Hunde ist ebenfalls ein elementarer Faktor. Wann fängt das für den Besitzer unerwünschte Verhalten an, mit welcher inneren Haltung geht der Hund in die Situation? Wann sollte der Besitzer einschreiten? Und ist das Verhalten des Hundes noch „normal“ oder „unnormal“ oder ist es gar eine Verhaltensstörung? Nur wer seinen Hund versteht, kann angemessen darauf reagieren.

Kann der Hund “zuhören” bzw. verstehen was der Besitzer möchte? Beziehungsarbeit steht im Vordergrund: welche Kommunikationssignale muss ich senden und wann, um meinen Hund (den Empfänger) optimal zu erreichen?

In der Ruhe liegt häufig die Kraft (der Hundehalter). Mit Ruhe, Besonnenheit und viel Wohlwollen kann eine Stimmung und Atmosphäre vorgelebt werden, in der unsere Vierbeiner lernen und sich an uns orientieren können.

Am Ende des Trainingsweges steht für mich der mündige Hundebesitzer, der Experte für seinen Hund ist und selbstständig entscheidet, wie in den verschiedenen Situationen am besten gehandelt wird.

Die Hund-Mensch-Beziehung ist ein komplexes Thema, dem ich mich sehr gern und leidenschaftlich widme. Bei mir sind alle Menschen, Hunderassen und Verhaltensauffälligkeiten herzlich willkommen.

In den letzten Jahren habe ich mich besonders den „verhaltensoriginellen“ Hunden gewidmet. Hunde, die mit ihrem Verhalten von der Norm abweichen und ihre Besitzer und ihre Umwelt häufig (ver-)zweifeln lassen. Hier ist es anspruchsvoll, jedoch umso wichtiger, hinter die Fassade zu schauen. (siehe Artikel: Umgang mit Aggressionen)

Wenn Sie weitere Fragen haben, können Sie mich gerne hier kontaktieren.

Herzliche Grüße,

Ihre Vanessa Engelstädter
– geprüfte Kompetenztrainerin für schwierige Hunde –

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